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Die Quellen der Familienforschung im Altenburger Land

Zusammenfassung zum Vortrag am 14. 06. 2006
Referent: Karlheinz Weidenbruch, Leiter des Arbeitskreises Altenburger Land

Der Arbeitskreis (AK) betrachtet das Staatsgebiet des ehemaligen Herzogtums Sachsen Altenburg als Forschungsgebiet und hat darüber bereits 1997 ein Ortsregister als Forschungshilfe erstellt.

Dabei wurde von 3 Punkten ausgegangen:

  1. Kirchen - Galerie des Herzogtums Sachsen - Altenburg. Stand 1863
  2. Confitentenregister von 1580. Thüringisches Staatsarchiv Altenburg
    Ein sehr wertvolles Einwohnerverzeichnis aus dieser Zeit, es liegt ja 15 bis 20 Jahre vor Beginn der meisten Kirchenbücher. Es werden ca 5.600 Namen erwähnt.
    (Signatur : Kultusministerium 10973)
  3.  Landkreis Altenburg in den politischen Grenzen von 1997

Der Vortragende nahm folgende Gliederung der Quellen vor:

I. Die Quellen in den öffentlichen Einrichtungen des Forschungsgebietes

I.1 Die Kirchenbücher (KB)

Im Altenburger Land setzen die KB in der Regel zwischen 1595 und 1605 ein.
In der Stadt Altenburg setzen die Kirchenbücher bereits 1562 ein.
Literaturhinweis: Carl Dels, Auszug aus den Kirchenbüchern der Haupt- u. Residenzstadt Altenburg vom Jahr 1562 bis !852; Altenburg 1853

I.2 Das Thüringische Staatsarchiv Altenburg

Dienstadresse:
Thüringisches Staatsarchiv
Schloß 7
04600 Altenburg
Postadresse:
Thüringisches Staatsarchiv
PF 1331
04583 Altenburg

Bezüglich der hier lagernden Archivalien verwies der Vortragende auf Kuno Apel.

Kuno Apel hat eine Übersicht erarbeitet über Dokumente, welche ein Ortschronist im AL kennen sollte Die übergroße Mehrzahl der hier aufgeführten 80 Dokumente ist auch für Familienforscher interessant, Apel war ja selbst Familienforscher. Bis auf wenige (Stadtarchiv Altenburg, Staatsarchive Weimar, Magdeburg und Dresden) befinden sie sich im ThStA.

Hierein Auszug unter Beibehaltung der von Apel vorgenommen Nummerierung:

Weiterhin ging er Vortragende auf die im ThStA befindlichen Nachlässe und Familienarchive ein und gab Beispiele aus den Nachlässen von Paul Leidner und Dr. Horst Nerlich

I.3 Das Stadtarchiv Altenburg

Adresse: Stadtarchiv Altenburg, Schloßberg 2, 04600 Altenburg

Hier nannte der Vortragende u. a. folgende Beispiele:

Ratsarchiv Altenburg
Unter RAA sind Festlegungen des Rates der Stadt dokumentiert. Beispiel: RAA XIII 132 15c, Nr. 12: Hier wird 1850 der Hofschlossermeister Karl Julius Graf in der Straße IV.83 Pauritzergasse 5 genannt.

Stadtrechnungen
Die Stadtrechnungen sind archivmässig dem Ratsarchiv zugeordnet. Sie sind nach Jahrgängen geordnet

Ratsbibliotek
Unter CI 80 sind die „Förster Collectanea“ zu finden. Es handelt sich um die Steuerfestlegungen des Obersteuereinnehmers Johann Günther Förster

II. Sonstige Quellen

II. 1 Die Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes

Weiterhin findet man im ThStA die Mitteilungen der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes, welche 1838 gegründet wurde. Von Beginn ihrer Tätigkeit an hat sich die GAGO auch mit Familienforschung befasst. Die erste Mitteilung der GAGO erschien 1841. Bis 1938 wurden 15 Bände der Mitteilungen herausgegeben. Als Rechtsnachfolger konstituierte sich die GAGO erst nach der Wende wieder und bereits 1993 konnte der Band 16 heraus gegeben werden.

II.2 Adressbücher und Hauskalender

Hier nannte der Vortragende alle Ausgaben, auf die der AK Zugriff hat.

II.3 Namens-, Bürger- u. Häuserbücher, Ortsfamilienbücher, Ortschroniken

Hier wurde besonders hingewiesen auf:

  • Horst Grünert, Die Altenburgischen Personennamen, Tübingen 1958
  • Wilhelm Ruhland Hertha Riehm, Häuserbuch der Stadt Altenburg 1450-1865, Bände 40 und 41 der Schriftenreihe der Stiftung Stoye, 2005
  • Das Altenburger Bürgerbuch, welches zur Zeit vom AK transkribiert wird.
  • Das Eidbuch Borna (1636 bis 1826) Bürgerbuch Borna in Vorbereitung bei Stiftung Stoye.
  • Das Ortsfamilienbuch Jahnshain
  • Karl Heinz Kramer, Die Familie Kramer in Paitzdorf
  • Ortschronik Trebanz als Beispiel

II.4 Lokale Publikationen

Hier verwies der Vortragende auf die lokale Presse:

  • Heimat-Kurier, Beilage der Osterländer Volkszeitung, Altenburg
  • Seite „Heimatgeschichte“ der Osterländer Volkszeitung, Altenburg

III. Quellen zum historischen Hintergrund der Familienforschung

Der AK hat Zugriff auf folgende Literatur (siehe auch : http://amf-ak-altenburger-land.de):

  • Amende, Landeskunde des Herzogtums SA
  • Brückner, Landes- u. Volkskunde Reuß
  • Höckner, Die Parochie Treben 1844
  • Huth, Geschichte der Stadt Altenburg, 1829
  • Kirste, Landeskunde
  • Klotz, Herrschaft und Stadt Gera
  • Löber, Historie von Ronneburg, 1722
  • Meyner, Nachrichten von Altenburg, 1786
  • Thierfelder, Der Altenburger Ostkreis 1816-1829
  • Zopfen, Reußische Geraische Stadt- und Land-Chronica 1682

IV. Ausblick

Der Vortragende gab einen Ausblick auf die weiteren aktivitäten des AK, welcher am 1. Januar 2007 den 10. Jahrestag seiner Gründung begeht.

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