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Zum Aufbau einer Familienchronik – dargestellt an der Chronik der Familie Görner

Zusammenfassung zum Vortrag am 14.04.2004
Referent: Dr. Gunter Görner (Mühlhausen)

Dieser Vortrag war eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Stadtbibliothek Leipzig und wurde im Bibliotheksgeschichtlichen Kabinett der Stadtbibliothek (Wilhelm-Leuschner-Platz 10711, 04107 Leipzig) vor ca. 50 Hörern gehalten.

Einleitend wurde auf die Veröffentlichung von M. Bähr über Familienchroniken als Darstellungsform familiengeschichtlicher Forschungsergebnisse hingewiesen. In dieser Arbeitet steht: „Eine Familiengeschichte bietet Möglichkeiten, die erheblich über die einer Ahnenliste hinausgehen. Zum einen werden die Namen und Daten der Familienmitglieder mit Leben erfüllt, zum anderen wird damit zugleich ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung geschrieben.” Weiterhin heißt es: „Eine Familienchronik bleibt nicht bei der Zusammenfassung einer schematisierten Listen- und Tafelaufstellung stehen, sondern enthält darüber hinaus erzählende Passagen, die den sozialen, kulturellen, zeit- und regionalhistorischen Hintergrund der Familiengeschichte aufzeigen. Auf diese Weise läßt sich ein farbiges und lebendiges Bild der Vergangenheit zeichnen und das Leben für die Nachwelt begreiflich schildern.”
Chronik der Familie Görner

G. Görner hat ist kurz auf die Entstehungsgeschichte der eigenen Familienchronik eingegangen. Danach wurde der Aufbau der Chronik dargestellt und ihr Inhalt erläutert. Die Familienchronik gliedert sich grundsätzlich in fünf Abschnitte:

  1. Die Region wird näher betrachtet. Sozialer und wirtschaftlicher Hintergrund werden aufgezeigt.
  2. Allgemeine Darstellung der Vorfahren des eigenen Namens von den bekannten Anfängen bis ins 19. Jahrhundert
  3. dto. 2. mit den anderen Vorfahren
  4. Vorfahren mit bestimmten Berufen, die sich besonders häufen, werden dargestellt, z.B. im Erzgebirge ist es der Bergbau und das metallverarbeitende Gewerbe. Meist wird auch auf Vorfahren als Bürgermeister, Richter, Pfarrer u.a. eingegangen
  5. Es wird auf das Leben der Vorfahren im 19. und 20. Jahrhundert eingegangen. Hier sind es naturgemäß weniger Personen. Es gibt in der Regel mehr Material, man hat vor allen Dingen bildliche Quellen, was dann das Ganze besonders anschaulich macht.

Abschließend gab der Referent noch einige Erläuterungen über die Herausgabemöglichkeiten einer Familienchronik und deren Druckkosten.

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