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Mitglieder der Familie Burgsdorff in der Funktion der Kreishauptleute in Leipzig im 19./20. Jahrhundert

Zusammenfassung zur gemeinsamen Veranstaltung am 09.01.2002 des Sächsischen Staatsarchivs Leipzig (Schongauer Str. 1, 04329 Leipzig) und der LGG mit anschließender Führung durch die Ausstellung "Bewegte Sächsische Region - Vom Leipziger Kreis zum Regierungsbezirk Leipzig 1547 - 2000"
Referent: Herr Hans-Jürgen Voigt (Sächsisches Staatsarchiv Leipzig)

Der Vortrag beschäftigte sich mit der erstaunlichen familiären Tradition der Verankerung in der sächsischen Staatsverwaltung. Im Mittelpunkt standen die Biographien von Curt Ludwig Gottlob von Burgsdorff (1812-1875), Curt Ludwig Franz von Burgsdorff (1849-1922) und Curt Ludwig Ehrenreich von Burgsdorff (1886-1962), die Herkunft, Ausbildung, Karriereverläufe, aber auch Heiratverhalten, materielle Lage, Selbstverständnis, Anpassung und Konflikte in Verbindung mit verwaltungsgeschichtlichen Aspekten. Hier sollte der soziale Prozess der Rekrutierung höherer Beamtenschaft in einer sächsischen Mittelbehörde beleuchtet werden.

Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass alle drei Vertreter der Familie die höhere Verwaltungslaufbahn einschlugen, die sie aus der spezifischen Entwicklung ihrer Väter kannten. Als Voraussetzungen galten abgeschlossene universitäre, verwaltungsjuristische Ausbildungen für alle drei. Über eine große Mobilität konnten alle in verantwortungsvolle Positionen aufsteigen. Der Weg nach „oben“ verlief im Wesentlichen nach dem gleichen Muster: untere Verwaltungsebene, Mittelbehörden, Ministerium, Sonderbehörden und zurück in eine leitende Position der Mittelstufe. Karrieresprünge sind nur für Curt Ludwig Ehrenreich von Burgsdorff in Zusammenhang mit seinem Bekenntnis zu den Machthabern der NSDAP 1933 zu erkennen.

Die Zuordnung zu einer Kategorie „Amtsadel“ wird bei dieser in verwaltungsgeschichtlicher Traditionslinie stehenden Familie augenfällig.

In den Elternhäusern Burgsdorff sind die positiven Seiten des Beamtendienstes generationsübergreifend im Selbstverständnis verankert gewesen: die exklusive Stellung des höheren Beamten im öffentlichen Leben wurde wahrgenommen, Treue und Pflichterfüllung als Lebenshaltung wurden gelebt, die Bereitschaft zur Mobilität bestand, um auf verschiedenen Dienstposten in Sachsen beruflichen Aufstieg in die höheren Beamtenränge zu nehmen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund der Funktion als Kreisdirektor bzw. Kreishauptmann und Repräsentant des Staates in der Region, verbunden mit zahlreichen Ehren- und Nebenämtern die Burgsdorff im öffentlichen Leben der Region und der Stadt Leipzig eine herausgehobene Stellung einnahmen.

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