Impressum
Werdegang
Satzung
Programm
Arbeitsgebiete
Arbeitsgebiete
Ahnenbörse
Download
Kontakt
Links
Informationen
Tradition
Genealogentag
Vereine

   
   

Die Kröber-Forschung in Westsachsen u. Ostthüringen

Zusammenfassung zum Vortrag am 14.01.2004
Referent: Herr Karlheinz Weidenbruch (LGG), Leipzig

war das Thema der Zusammenkunft der LGG am 14. Januar 2004. Herr Weidenbruch wählte dazu als Ausgangspunkt das Altenburger Land. Im Altenburger Adressbuch von 2001 ist Kröber mit 65 Eintragungen zu finden. Damit gehören die Kröber´s mit zu den häufigen Familiennamen in Altenburg. Im Altenburger Land ist der Name Kröber - abgesehen von einigen wenigen Zuwanderungen - ein Herkunftsname, abgeleitet von den Dorf Kröbern, heute eingemeindet in Monstab. Dieses Kröbern wird erstmalig im Zehntverzeichnis des Klosters Bosau bei Zeitz in Jahre 1181 mit dem Namen Chobrin, abgeleitet von dem altsorbischen Personennamen Chobr (Ort eines Chobr).

Im Laufe der Zeit unterlag der sowohl der Ortsname, als auch der Familienname, sprachlichen Veränderungen. An Stelle von Chobrin finden wir heutige Kröbern und der 1419 in Poderschau erwähnte Titze Krobran würde sich heute Kröber nennen. In der Regel beginnen die Kirchenbücher des o. g. Forschungsgebietes , um 1600 beginnen. Eine gute Ergänzung bildet deshalb die sogenannte „Volkszählung 1580“ - ein Seelenregister über 247 Orte - welches die Superintendentur Altenburg erstellen ließ.

Hier finden wir die Kröber´s nur in den Orten von 4 Kirchspielen:
Bohra, in Schmölln eingepfarrt. Zschernitzsch, eine Filialkirche von Schmölln. Rolicka , in Dobitzschen eingepfarrt.In den vier Orten Kröbern, Petsa, Pöhla und Posa, welche alle zu dem Kirchspiel Monstab gehören und in Serbitz zum Kirchspiel Treben gehörig. Heute können etliche Kröbers ihre Vorfahren bis in die 1580 genannten Orte zurück verfolgen.

Nach dem heutigen Erkenntnisstand haben aber über 50% der Kröber´s im o. g. Forschungsgebiet ihren genealogischen Ursprung in Brossen bei Zipsendorf. Zipsendorf gehörte 1580 nicht zur Superintendentur Altenburg. Es kam erst 1976 zum Kreis Altenburg.

Der „Urvater“ in Brossen war ein Peter Kröber, der durch die Gerichts- u. Handelsbücher nachgewiesen werden konnte. Peter Kröber wurde um 1483 geboren und ist 1535 in Brossen verstoben. Er war ein wohlhabender Bauer. Seine Nachfahren haben sich nicht nur im Altenburger Land ausgebreitet, sondern auch in Richtung Zeitz, Groitzsch und Borna.

Wir kennen heute von Brossen ausgehende Linien in Zipsendorf, Brossen, Loitsch, Wuitz, Michelwitz, Gleina, Nehmitz, Langenheim, Berndorf und Großzössen.

Durch die Industrialisierung wurden - besonders nach 1870 - Kröbers aus diesen Linien in ganz Deutschland ansässig. Nachfahren ausgewanderter Kröber´s aus dem Forschungsgebiet finden wir heute in allen Teilen der Welt.

Karlheinz Weidenbruch

Zurück zur Übersicht