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Erfahrungen bei der Familienforschung Wolfgang Becher

Zusammenfassung zum Vortrag am 09.10.2002
Referent: Wolfgang Becher, Altenburg, Beauftragter für Forscherkontakte der AMF

Mit Familienforschung habe ich 1992 ohne Vorkenntnisse begonnen. Das Familienstammbuch der Eltern mit drei Vorfahrengenerationen war die Grundlage. Meine Forschungsgebiete sind Schleiz-Lobenstein-Ziegenrück, Leipzig-Merseburg- Halle-Delitzsch und Magdeburg-Helmstedt-Salzgitter. Eine Befragung direkter Vorfahren war nicht mehr möglich. Das Entziffern der Kirchenbücher verbesserte sich nach einem Kurs an der Volkshochschule zum Lesen alter Schriften.

Zuerst habe ich geklärt, wie ich die Ergebnisse auf dem PC erfassen kann. Ich entschied mich für Nachfahrenlisten, damit sind sehr viele Personen leicht in die Familien einzuordnen. Die Vor- und Nachteile wurden den Zuhörern aufgezeigt. Jetzt dienen diese Listen als Arbeitslisten für die Eingabe in das Genealogieprogramm GES-2000, das noch mal eine Fehler- und Plausibilitätskontrolle vornimmt. Die Datensatznummern des Programms für Personen und Familien werden in den Arbeitslisten nachgewiesen. Doppelte Eingaben werden so vermieden, bei späteren Ergänzungen ist der Datensatz sofort auffindbar.

Bei der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig habe ich nach weiteren Lebensdaten von Vorfahren in der Ahnenstammkartei, im Deutschen Geschlechterbuch, im Deutschen Familienarchiv, in Ahnenlisten und andere genealogische Schriften gesucht. Weitere Quellen ergaben sich aus Literatur- und Quellenverzeichnissen.

Die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung brachte wichtige Kontakte zu anderen Familienforschern.

Weiterhin habe ich über die anfangs gemachten Fehler bei der Datenerfassung und ihren Folgen berichtet.

Möglichkeiten zur Überwindung toter Punkte zeigte ich am Beispiel des Familiennamens Möbius:

  • Einholen von Urkunden von den Standesämtern.
  • Befragung älterer Einwohner im Dorf,
  • Befragung der Pfarrämter, wer zum Ort oder Familiennamen schon geforscht hat,
  • Adressenermittlung über Einwohnermeldeämter.

Mit Familienforschern mit Ahnengemeinschaft konnte ich wertvolle Daten und Ergänzungen austauschen.

Ermittelte entfernte Verwandte konnten z. B. Hochzeitsbilder zur Verfügung stellen sowie Namen und Verwandtschaften der Gäste mitteilen. Es gab zahlreiche Hinweise auf die Geschwister der Großeltern. Solche Verbindungen muss man pflegen und die Gespräche wiederholen, um Erinnerungen an weitere geschichtliche Ereignissen zu wecken.

Aus den Kirchenbüchern sollten unbedingt die Paten mit herausgeschrieben werden. Diese geben viele Hinweise auf die Familienstruktur und ergänzen die Geburten-, Heirats- und Sterbeeinträge in den Kirchenbüchern.

Die Datenbanken Forscherkontakte (FOKO) und GEDBAS ermöglichen Kontakte zu anderen Familienforschern im beiderseitigen Interesse zu knüpfen.

Aus den eigenen Ahnenlisten sollen die FOKO-Daten in die Internet-Datenbank eingegeben werden. Ergänzend dazu sind die Ahnenlisten im Archiv zu hinterlegen.

Ständig habe ich Becher-Familien und Einzelpersonen mit Namen Becher (und abgewandelten Schreibweisen) gesammelt und die Daten verdichtet in der Hoffnung, sie in die Familiengeschichte einpassen zu können. Daraus entwickelte sich eine Forschung zum Namen Becher.

Bisher konnten aus der Literatur oder von anderen Genealogen erforschte Personen oder Familien mit dem Namen Becher/er/t oder Pecher/er in 600 Orten weltweit erfasst werden.

Einen Familientag zum Namen Becher im Forschungsgebiet habe ich 1998 in Gräfenwarth bei Schleiz durchgeführt. Ich hoffte, dort weitere Forscher zum gegenseitigen Austausch unserer Ergebnisse zu finden.

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