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Die Glasmacherfamilie Greiner. Versuch der Überwindung eines toten Punktes

Zusammenfassung zum Vortrag am 14.04.1999
Referent: Dr. Bauer

Die April-Veranstaltung der Leipziger Genealogischen Gesellschaft e.V. hatte die Genealogie Greiner zum Inhalt. Dieser Name ist eng mit Thüringen und dem Glasmacherhandwerk verbunden. Der Vortragende, Herr Dr. Bauer, begann seine Ausführungen daher mit einleitenden Worten zur Geschichte der Glasherstellung, zur Entwicklung speziell der Fehrenbacher Glashütte und zur Familiengeschichte der Greiner, deren Urheimat in den schwäbischen Glashüttenwäldern lag und die 1525 über Schleusingen nach Langenbach zuwanderten. Als Grundlage konnte auf die Ergebnisse jahrelanger und umfangreicher Forschungsarbeiten von Udo Eichhorn, Gerhard Greiner und Herbert Kühnert zurück gegriffen werden, die eine Vielzahl Linien der Greiner-Nachkommenschaft (begrenzt auf die männliche Stammfolge) ermittelten und zusammenstellten.

In der Ahnenliste Bauer geht die Verbindung über die Familien Jakob, Rößner und Hartung zum Geschlecht Greiner. Mit Catherina Elisabeth Greiner, verehelichte Hartung, war dabei auch gleich ein toter Punkt erreicht. Ihr Sterbedatum ist im Kirchenbuch Heubach 07.12.1807 vermerkt. Aus der Altersangabe läßt sich als Geburtstag der 19.01.1734 errechnen. Die Kirchenbücher von Heubach / Fehrenbach wurden 1647 angelegt. Sie sind jedoch unregelmäßig geführt und von 1666 bis 1768 fehlt die Überlieferung vollständig.

Fehlende Primärquellen müssen nicht zwingend zu einem toten Punkt führen. Allerdings sind 100 Jahre Kirchenbuch Verlust auch nicht ohne weiteres zu überbrücken und entsprechende Bemühungen zur Vervollständigung der Stammreihe dürften oft scheitern. Günstige Umstände, wie z.B. Das Vorhandensein aussagekräftiger Sekundärquellen, sollten jedoch durchaus den Versuch einer Familienrekonstruktion, auch über mehr als eine Generation hinweg, wert sein.

Ausgangspunkt für die „Vaterfindung" der Catherina Elisabeth Greiner bildet das Vorliegen der Familiengeschichte der Thüringer-Greiner, die eine relative Vollständigkeit der männlichen Stammfolge beinhaltet. Kriterien für die Selektion waren u.a. Das Alter des Vaters (20-50 Jahre), der Wohnort der Eltern (Fehrenbach / Heubach), die Untersuchung der Pateneinträge hinsichtlich der Namens - und Berufsangaben und Vornamensvergleiche. So wurde mit größter Wahrscheinlichkeit der um 1690 in Fehrenbach geborene Andreas Greiner, Glasmacher, Glasschneider und Mitpächter der Schneidemühle als Vater der Catherina Elisabeth Greiner herausgefunden.

Sicherlich können bei dieser Methode der Vorfahrenserkundung Unabwägbarkeiten eingeflossen sein. Daher sollte der Zusatz „vermutliche" Vorfahren bei dieser Vorgehensweise nicht fehlen.

Vielleicht ist ein anderer Familienforscher zum gleichen Resultat gelangt oder es bringen spätere Forschungsergebnisse bzw. Zufallsfunde ein abweichendes Ergebnis. - Der Versuch lohnt auf alle Fälle.

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