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Möglichkeiten der Familienforschung in den ehemals östlichen Provinzen des Deutschen Reiches

Zusammenfassung zum Vortrag am 10.01.2001
Referentin: M. Wermes

Zur Januar-Veranstaltung der Leipziger Genealogischen Vereinigung am 10.1.2001 wurde ein Thema gewählt, dass auf den ersten Blick vielleicht etwas allgemein und unzulänglich erscheint. Dennoch gibt es auch unter den Leipziger Genealogen nicht wenige, die ihre Vorfahren in den Gebieten östlich der Oder-Neiße-Grenze suchen und daher geneigt waren, sich mit dem neuesten Forschungsstand vertraut zu machen. Schwerpunkt des Vortrages bildete zunächst die methodische Seite des Herangehens an die Forschungen in den heute zu Polen, der Tschechischen Republik und Russland gehörenden Gebieten sowie Hinweise auf mögliche Hilfestellungen durch Vereine, Organisationen, Archive und Bibliotheken. Darin eingebettet war immer wieder das Aufzeigen neuester, genereller Forschungsliteratur, wie .z. B.

  • Laszuk, Anna; Kirchenbücher und Standesamtsregister in polnischen Staatsarchiven- ein Führer. 2. Auflage, Neustadt/Aisch 2000.
  • Wegweiser für die Forschungen nach Vorfahren aus den ostdeutschen und sudetendeutschen Gebieten sowie aus den deutschen Siedlungsgebieten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (AGOFF-Wegweiser), 5.Auflage, Neustadt/Aisch 2000 (ISBN 3-7686-1060-8).
  • Brzozka, Tomasz; Deutsche Personenstandsbücher und Personenstandseinträge von Deutschen in Polen 1898-1945, Frankfurt/M. 2000.

Nachdem die wichtigsten Hilfsmittel zum Auffinden der zuständigen Pfarrei bzw. des zuständigen Standesamtes, die wesentlichsten Übersichten zu noch vorhandenen Kirchenbüchern und Standesamtsunterlagen benannt worden waren, ging es zu den einzelnen Besonderheiten in den Forschungsgebieten Ost- und Westpreußen, Pommern, Posen, Neumark, Schlesien und Sudeten. Fragen zu den preußischen Prästationstabellen konnten ebenso beantwortet werden, wie die nach Grund- und Hypotheken-Akten oder nach geeignetem Kartenmaterial. Zu den Gegebenheiten in den tschechischen Archiven konnten die Leipziger Genealogen aus eigener Erfahrung berichten.

Auf die großen Möglichkeiten, die der einzelne Familienforscher auch bei der Auswertung regionalgeschichtlicher Literatur hat, wurde gesondert hingewiesen. Beispielgebend sind die Publikationsreihen des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen und der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher. Hervorhebenswert sind aber auch Einzelarbeiten, wie z. B.

  • Kambach, U.: Die Eheschließungen in den Schlesischen Provinzialblättern. Ein Register für die Jahre 1785-1849. Neustadt/Aisch 1994,
  • Stübs, G.: Wegweiser für familien- und ortsgeschichtliche Forschung in Pommern, Konstanz 1999,
  • Grüneberg, G.: Kirchenbücher, Kirchenbuch-Duplikate und Standesamtsregister der ehemals brandenburgischen Kreise Königsberg, Soldin, Landsberg, Arnswalde, Friedeberg, Ost- und Weststernberg, Crossen, Züllichau-Schwiebus, Guben und Sorau (östlich der Neiße), Schwerin, Meseritz und Bomst, Lenzen/Elbe 1998.

Abschließend wurden noch die für die einzelnen Forschungsregionen wichtigen genealogischen Vereine, Forschungsgruppen und Spezialisten genannt, die schon so manchem Familienforscher wertvolle Tipps zum Fundort von weiterführenden Quellen geben konnten. Ergänzend wurde auf die vielfältigen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und Kommunikation mit Hilfe des Internets hingewiesen.

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